Chili & Baghira .................................................................................2008 - heute

Es gibt Menschen welche sagen, es gibt keine Zufälle. Darüber habe mir auch schon Gedanken gemacht. Über alles was ich selber schon erlebt habe und wie auch Chili & Baghira zu uns gekommen sind. Beide haben durch Schicksalsschläge zu uns gefunden.

Zufall oder nicht, das wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.

 

Angefangen hat es damit, dass wir uns eigentlich einen anderen Beagle in die Familie, aus der Beaglezucht von Cornelia Küng mit nach Hause nehmen wollten. Zu diesem Zeitpunkt, gabe es zwei Würfe und wir verguckten uns in eine Welpe aus dem jüngeren Wurf. Irgendwann kam das traurige Telefon, dass diese Welpen am Herpes - Virus erkrankt seien. Man wisse nicht ob die kleinen Fellnasen überleben, weil sie noch so jung waren. Alles Menschenmögliche wurde getan. Leider haben Tier und Mensch den Kampf verloren. Die Kleinen mussten viel zu früh über die Regenbogenbrücke gehen. Das war ein trauriger Moment für alle. Eine Welt brach zusammen.

 

Da war aber noch der anderer Wurf, welcher zum Glück, weil sie schon etwas älter waren, nicht krank wurden. Es war schon eine eigenartige Situation. Wir wollten für einen dreifarbigen Beagle schauen, verliebten uns in einen Zweifarbigen und in diesem älteren Wurf, suchte genau der einzige zweifarbige Beagle noch seine Familie. Wir mussten nicht lange überlegen.

 

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Von Baghira habe ich im Internet, bei Beagle Club Schweiz gelesen. Die Hündin kam wieder an ihre Züchterin zurück. Eine neue Familie wurde für Baghira gesucht und wir waren auf der Suche nach einem zweiten Beagle......wenn das kein Zufall war? 

Diese kleine Fellnase zog mich magisch an. Ich wusste sofort, Baghira gehört zu uns. Leider war sie, zum Zeitpunkt, an dem ich mein Interesse anmeldete, schon wieder zum 2. mal vergeben. Trotz Gespräch und gegenseitiges Kennenlernen, konnten wir die Hündin nicht zu uns in die Familie holen. Wir waren enttäuscht, es hätte so gut gepasst. Baghira hat sich von Beginn weg mit Chili verstanden. Vor Weihachten 2011 dann ein unerwartetes Telefon. Baghira sei zurück gebracht worden, ob wir immer noch Interesse hätten. Und ob......wir mussten nicht lange überlegen. Seither sind Baghira & Chili ein tolles Gespann, welches sich sehr gut ergänzt.

 

Eigentlich hätte ich schon viel früher beginnen sollen mit den Geschichten aufschrieben von Chili & Baghira. Meine Freundin meinte schon länger, ich müsse die Geschichten aufschreiben. Was wir schon alles erlebt haben, mit diesen Beagles, vor allem mit unserem Chili, das sei es wert. Nun, ich versuche mich zu erinnern, was alles war. Ob ich mich noch an alles erinnern kann, weiss ich nicht. Aber am Besten beginne ich einfach einmal und schaue mal, was es daraus gibt.......

 



Auf den Beagle gekommen.....

Als wir uns für Hunde interessierten, wussten wir, es muss ein Jagdhund sein, nicht zu gross aber auch nicht zu klein und kinderfreundlich sollte er auch sein. Einige Hunderassen haben uns gefallen. Doch der Beagle hat uns in seinen Bann gezogen. Da wussten wir, ein Beagle musste es sein.

 

Jetzt ist es schon bald 10 Jahre her, seit der erste Beagle bei uns eingezogen ist.

3 Jahre später, kam der zweite Beagle, eine Hündin, noch dazu. Die beiden sind ein gutes Gespann, welches wir nicht mehr missen möchten.

 

Der Beagle, ein Hund zum Verlieben und doch kein Weggefährte für Jedermann.

 



Es kam alles ganz anders................................................................................2008

Als wir das erste Mal unsere ausgesuchte Züchterin (Cornelia Küng - Beagles of Aluschta) aufsuchten, gingen wir hin, mit der Überzeugung, dass wir uns einen dreifarbigen Beagle aussuchen wollten. Als einziger der Familie, befand mein damals 13 - jähriger Sohn, dass ihm die hellen Beagle besser gefallen würden. Der Rest der Familie, war davon überzeugt, ein richtiger Beagle ist dreifarbig.

 

Es kam aber alles ganz anders.....

 

So begann ein neuer Lebensabschnitt mit Quin Chili of Aluschta alias Chili (geb. 19.11.2008)



Schnee zum Fressen gern.............................................................Februar 2009

Chili liebt den Schnee. Da ist ja auch kein Wunder, denn im November 2008, als Chili das Licht der Welt erblickte, hatte es so viel Schnee, wie schon lange nicht mehr. Rundherum war lange alles verzaubert, wie in einem Märchen.

 

Der kleine Beagle, liebt den Schnee so fest, dass er immer sein Nase in den Schnee stecken musste. Irgendwas ist da unten sicher zu finden? Sogar zum Fressen gern hatte er das flauschige Weisse. Das ging soweit, bis Chili irgendwann mal den Durchfall hatte und ich, als Ersthundebesitzerin, stand vor einem Rätsel und wusste nicht warum und woher. Der Gang zum Tierarzt liess nicht lange auf sich warten.

 

Der Tierarzt erkannte ziemlich schnell das Problem. Unser Chili hatte eine Schneetritis. Eine Schneewas...? Schneetritis - Durchfall vom Schneefressen. Es gibt doch nichts, was es nicht gibt....Schneetritis, noch nie gehört. Chili bekam homöophatische Kügeli.

 

Frauchen musste nun Reis mit Poulet kochen. So lange bis es richtig eingekocht und pampig war. Dann Löffelweise zum Fressen geben, bis der Kot wieder fester wurde. Dananch langsam wieder das eigene Futter dazumischen. Schon bald war wieder alles beim alten mit Chili. Hat Chili was daraus gelernt....? Nein, die Nase steckt wieder tief im Schnee und schmecken tut das luftige Weisse immer noch. 

 

Wir haben aus der Jagdgesellschaft dann einen Tip bekommen, was die Schneetritis betrifft. Das Zauberwort heisst - Butter!

Im Winter, wenn es Schnee habe, immer ein bisschen Butter geben. Nun denn, gesagt - getan. Das hat tatsächlich gewirkt. Trotz Schneefressen, keine Schneetritis mehr. Aber......dafür immer einen sabbernden Hund, sobald die Butter auf dem Tisch steht. Und das bis heute noch. Smile.....aber das Wörtchen "Jetztischfertig", versteht Chili heute sehr gut. Und geht auch, wenn nicht wirklich gerne, auch ohne Butter, wieder an sein Plätzchen zurück.



Die verschwundene Socke...................................................................März 2009

Diesen Tag wird uns in Erinnerung bleiben. An diesem Tag, es war Samstag kam mir Chili irgendwie anders vor. Er schien mir nicht der neugierige Welpe zu sein, welcher er eigentlich war. Auch sein Hunger war nicht so, wie ich ihn eigentlich von einem Beagle gewohnt bin. Mir ist auch aufgefallen, dass er sein dickes Geschäft gar nicht erledigen konnte. Das kann mal vorkommen, habe ich mir sagen lassen.

 

Am Sonntag, sass Chili auffällig viel. Im liegen fand er einfach keine Ruhe. Das bewegte uns dazu, mit Chili auf einen kleinen Spaziergang in den Wald zu gehen. Aber auch hier, zeigte sich Chili von einer ganz anderen Seite. Das Schnuppern am Wegesrand macht ihm gar keine Freude. Wir gingen wieder nach Hause. Zu Hause, entschied ich mich, auf Beobachtunsmodus zu gehen und liess Chili praktisch nicht mehr aus den Augen. Chili sass nur da.....und schlief im Sitzen sogar fast ein. Er wehrte sich richtig, nicht liegen zu müssen. Jetzt läuteten bei mir die Alarmglocken....Also bis Montag warten, daraus wird nichts.

Sonntag - Notfall - Super!

Aber ich musste zum Tierarzt und zwar so schnell es ging. Ich wählte die Nummer unseres Tierarztes....und das Band begrüsste mich freundlich...bla bla bla....Endlich, die Nummer wohin ich mich wenden konnte an diesem Sonntag. Wir schnappten uns Chili und fuhren mit ihm nach Zofingen in die Tierklinik. Der Tierarzt begrüsse uns freundlich und ich erzählte ihm, wie wo und was. Unser Hund wurde anschliessend untersucht. Dann die Diagnose:  Darmverschluss - eine OP sei dringend, wenn der Hund überleben soll.

Super, da lag unsere junge Fellnase auf dem Tisch, der Arzt verkündete uns gerade, sollten wir uns für eine OP entscheiden, eine Anzahlung von 1000.- nötig sei. Den Rest dann später per Rechnung. Soll ihr Hund Leben ja oder nein: Sie entscheiden. Natürlich habe wir einem Eingriff zugestimmt, wenn es auch fast einer Erpressung gleich kommt. Aber unser Hund war ja noch jung und Lebensfreudig.

 

Wir liessen dann Chili in Zofingen zurück und gingen mit gemischten Gefühlen nach Hause. Hoffentlich klappt alles gut. Am nächsten Tag das erleichterte Telefon. Die Operation ist gelungen und Chili geht es gut. Am Abend konnten wir dann unseren Lausbuben wieder abholen. Chili hat sich sichtlich gefreut uns zu sehen. Doch eines war noch interessanter. Die Schublade mit den Gudis drin. Beim Abschlussgespräch erfuhren wir dann auch wer der Übeltäter war. Eine Schwarze Socke, welche Chili zum Fressen gerne hatte.

Zu Hause war Trichtertragen für Chili angesagt, damit er die Wunde nicht ablecken konnte. Leinenzwang wurde auch verordnet. Doch damit war Chili gar nicht einverstanden. Am zweiten Tag zu Hause, liess ich Chili in kleines bisschen durch den Garten laufen. Chili aber wollte rennen, sich bewegen.....Am dritten Tag habe ich selber Chili den Freigang im Garten vorordnet. Ich dachte mir, Chili wird es schon merken, sollte was nicht gut sein......Beagleseidank.

 



Hundekinderkrankheit.......................................................................................2009

Davon habe ich keine Fotos gemacht oder ich kann sie nicht mehr finden. Aber jeder kann unter Papillomatose googeln und dann verschiedene Fotos sich ansehen. Sehr schön sind diese ja nicht.

 

Als Chili plötzlich diese komischen Dinger überall im Mund hatte, guckte ich schon komisch aus der Wäsche. Vor allem gingen diese eckligen Dinger nicht weg. Im Gegenteil es wurden immer mehr. Wieder einmal ein Moment für unseren Tierarzt. Er klärte mich dann darüber auf, dass das Warzen (Blumenkohlwarzen im Volksmund ausgedrückt) sind, welche sehr oft mit dem Immunsystem zusammenhängen. Gerade junge Hunde können das bekommen, ich könne mir das wie einer Art Kinderkrankheit vorstellen. Einmal gehabt, sollten diese nicht wieder kommen. Ich habe für Chili homöophatische Kügeli bekommen - dann - Abwarten.

Diese Blumenkohlwarzen kommen sehr schnell und gehen wieder sehr schnell. So war es dann auch. 



Hoch oben hinaus..................................................................................................2010

Chili liebt lange Spaziergänge. Vor alleme jene, welche über schmale Wege führen. Am liebsten hoch oben hinaus, so dass immer der Überblick behalten werden kann. Vielleicht bewegt sich irgendwo etwas? Oder die Nase würde eine interessante Spur aufnehmen? Die Momente in welchen Chili stehen bleibt ist immer ein Suchen und Finden, vor allem für uns. Die kleine Fellnase selbst, weiss schon ziemlich genau, wo es lang gehen würde, wenn sie denn alleine los laufen könnte.



Chili ist durch & durch der Jäger....................................................................2011

Der guten Nase von Chili entgeht fast nichts. Wir haben schon sehr früh festgestellt, die Jagd ist Chili's Passion. Wer weiss, vielleicht ein Grund, warum Chili zu uns in die Familie gefunden hat. Chili ist kein Beagle, welcher in jede Familie gepasst hätte. Zu gross ist sein Jagdinstinkt, dass jemand ohne jagdlichen Hintergrund das hätte verstehen können. Ohne Leine laufen - sehr schwierig.

Für manche Menschen ein no go....musste ich lernen. Aber was sollte mich das interessieren? Ich alleine weiss, wen & was ich an der Leine führe. Und nur das zählt und nichts anderes. 

 

Wenn im Herbst die Jagd wieder beginnt und Chili merkt, sein zweibeiniger Partner macht sich bereit in den Wald, dann ist die Ruhe vorbei. Das Adrealin steigt langsam hoch und Chili klebt förmlich an den Beinen seines Partners. Zu gross ist die Angst, vergessen zu werden und nicht mitgehen zu können. Im Auto dann, ist dieser sehr stille, ruhige Hund eine ganz andere Fellnase.

 

Liegen - gibt es nicht. Das Wörtchen Warten - aus dem Kopf gestrichen. Bei der Begrüssung still sitzen - nicht möglich. 

 

Man glaubt es kaum. Aber unser Chili, welchen ich als suveränen Hund bezeichne, schwebt in diesen Momenten in einer anderen Sphäre.